„Some call it the middle of Nowhere. I call it the Center of my World.“

Ich hatte in Australien bisher fast all die Dinge erlebt, die ich erleben wollte, auch wenn ich dafür nicht um den ganzen Kontinent gefahren bin. Wir hatten seit einiger Zeit einen Job auf einer Farm gefunden. Fruit picking and packing – nicht unbedingt ein Traumjob, aber besser als gar keiner. Eigentlich sogar super anstrengend, auch wenn es sich nicht so anhört. Aber bei 39 Grad Zitronen, Mangos oder sonstiges vom Baum zu pflücken ist echt kein Spaziergang..
Zuvor haben wir ein Farm Haus bei Lake Eacham renoviert: Teppiche raus gerissen, Wände gesäubert und gestrichen und eigentlich alles gemacht, was gemacht werden musste. Dabei haben wir direkt am Arbeitsplatz geschlafen und wurden des Nachts immer mal von Riesenspinnen und Schlangen überrascht – Welcome to my Nightmare!
Leider wurden wir, was das Geld betrifft, ein wenig übers Ohr gehauen. Aber es hat uns trotz allem Spaß gemacht und wir versuchen eigentlich immer in jeder Situation das Gute zu sehen. Wir haben hier gelernt das sowieso nie irgendwas nach Plan verläuft. Und manchmal, wenn es scheint als fallen die Dinge auseinander, dann fallen sie eigentlich an die richtige Stelle. Alles passiert aus einem Grund und bisher ist ja auch alles irgendwie gut gegangen. Von unserem verdienten Geld wollten wir uns natürlich auch irgendwann etwas leisten..für unsere Auto Reparatur reicht es vorne und hinten nicht, also mussten wir uns auf ein neues Ziel konzentrieren. Und ich .. ich wollte unbedingt den Ayers Rock sehen, weil es einfach so typisch für Australien ist.

Und so flogen wir auch schon los nach Alice Springs. Dort angekommen hatten wir ein Zimmer im Hostel „Annie’s Place„. Ein super niedlicher Platz, mit Pool und tollen Zimmern und super lieben Menschen! Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und können die Unterkunft nur empfehlen! Außerdem machten wir noch einen Ausflug ins Alice Springs – Reptile Centre, nur für den Fall das wir dann im Red Center gar keine Tiere sehen sollten (da habe ich mich wohl geirrt, aber der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt).

Am nächsten Morgen ging es los mit einer gebuchten Emu-Run-Tours, die sich als voller Erfolg heraus stellen sollte. Mit einigen anderen fuhren wir im Bus mitten ins Red Center. Es war ein wahnsinnig heißer Tag und auf eine Mütze und Sonnencreme sollte definitiv nicht verzichtet werden. Wir machten kleine Stopps, wie z.B. am Mount Ebenezer Roadhouse Outback, wo man sich Erfrischungen kaufen konnte und kleine Souvenirs. Man konnte natürlich auch jeden Stopp für Fotos nutzen – so wie ich das stets tat 🙂 .. Bei einem Halt lief uns sogar ein Waran über den Weg, sehr zur Begeisterung
meiner einäugigen Freundin. Ich bin wirklich traurig das ich damals noch nicht genug Geld für eine richtig gute Kamera hatte, aber nach dem Abitur hatte ich gerade genug für die Reise (auch dank einiger Hilfe von meiner Familie! In dem Sinne nochmal ein FETTES DANKE!)

Weiter gings zu den Olgas, Kings Canyon und schlussendlich zum Ayers Rock, wo wir auch eine kleine Führung bekamen, mit interessanten Informationen, auch über die Ureinwohner Australiens. Es war wirklich nicht langweilig, obwohl ich Touren normalerweise hasse! .. wir sahen Aborigini Zeichnungen an den Wänden und lernten so einiges, was den Informationsrahmen hier aber absolut sprengen würde – überzeugt euch lieber selbst 🙂 Es gibt auch die Möglichkeit auf den Ayers Rock zu laufen, aber davon rate ich ab. Zum einen ist es sogar gefährlich, zum anderen einfach respektlos. Für die Ureinwohner Australiens ist der „Uluru“ heilig, und jeder der ihn betritt, jeder der fällt, „beschmutzt“ dieses Heiligtum. Es ist beeindruckend zu sehen, selbst wenn man einfach nur davor steht und drum herum läuft. Der Berg bleibt trotzdem schön genug. Ich habe mich deshalb bewusst dagegen entschieden. Man muss ja nicht immer alles „von oben herab betrachten“ 🙂

Den Sonnenuntergang genossen wir mit leckeren Essen und Sekt. Auch hier konnte man wieder tolle Fotos schießen mit perfekten Blickwinkel auf den Uluru! Das einzig lästige waren eigentlich die unzähligen Fliegen die ständig um einen herum schwirrten und versuchten in Nase, Augen oder Mund zu fliegen – aber dafür kann ja niemand etwas. Ist außerdem total typisch für Alice Springs, also muss man wohl oder übel damit leben 😀

Alles in allem war es ein wunderbarer Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen! Es gab auch ein kleines Museum mit typischer Aborigini Art, die mir sehr gut gefällt und mich sogar über neue Tattoos hat nachdenken lassen 😀 ..

Emu-Run Tours hat uns ein unvergessliches Erlebnis beschert und ich kann es nur empfehlen!

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