Richtung Norden

Nachdem es mich immer in den Süden gezogen hat war es nun an der Zeit sich auch mal in die nordische Landschaft zu wagen. Also ging es dieses Mal mit dem Auto nach oben – Norwegen!

Mittlerweile studiere ich wieder in Deutschland. Ich bin nicht ganz zufrieden, ich bin nicht ganz glücklich, aber bisher geht es irgendwie. Natürlich zieht es noch immer an meinem Herzen und ich leide an anscheinend unheilbarem Fernweh, aber irgendwie versuche ich das in den Semesterferien immer mit kleinen Reisen zu stillen. Und da wären wir auch schon .. es geht ins Land der Fjorde, der Trolle und der unfassbar schönen Landschaften!

Im Gepäck ein Zelt, da man hier einfach so wild campen darf! Man wird quasi dazu eingeladen, denn oftmals stehen Feuerstellen oder Gulaschkanonen (oder beides) am Ufer eines wundervollen Sees – wenn das mal kein Grund ist für immer hier zu bleiben!

Norwegen lädt natürlich zum Wanderurlaub ein. Neben all den bezaubernden Landschaften und Ausflügen habe ich aber natürlich trotzdem zwei Lieblingsziele gehabt: der Preikestolen, auch wenn ich ihn ganz schön Touristenüberflutet fande. Es ist trotzdem atemberaubend wie wahnsinnig schön die Aussicht ist! Außerdem war ich mutig genug mich sogar an den Rand zu setzen, trotz meiner Höhenangst! Immerhin geht es hier 604 Meter nach unten!

Der nächste Höhepunkt war ein wesentlich längerer, wesentlich, wesentlich anstrengenderer Weg: und zwar zum Kjeragbolten. Hier waren auch viiiiel
weniger Menschen, dadurch wirkt die Natur auch einfach viel schöner! Die Wanderung beginnt auf einem Restaurantparkplatz Øygardstølen. Hier hat man auch schon
eine wundervolle Aussicht über das Tal. Zum Glück hatten wir bisher immer wundervolles Wetter mit Sonne, denn bei Nässe ist die Wanderung sicherlich kein
Kinderspiel. Die ersten 100 Meter sind schon anstrengend, da man auf Felsen bergauf klettern muss. Ab und zu gibt es Stahlseile, an denen man sich festhalten und nach oben ziehen kann. Von da an bewegt man sich immer von einem Hochplateau zum Nächsten, wo man eine schönere Aussicht nach der Anderen genießen kann … es geht stets steil bergauf und es ist wirklich kein Spaziergang. Zur rechten Seite befindet sich stets der Abgrund zum Lysefjord! Der Wanderweg ist wahnsinnig anstrengend, ich musste wirklich kämpfen, dabei bin ich gar nicht so unsportlich. 😀 Aber es lohnt sich durchzuhalten!

Schließlich ist, nach 2-3 Stunden (solang hat es jedenfalls bei uns gedauert), der Kjeragbolten erreicht. Ein riesiger Fels, der zwischen zwei Felswänden
eingeklemmt ist und das 1000 Meter über dem Lysefjord – wenn das mal kein einzigartiger Anblick ist 🙂

Zugang zum Kjeragbolten bekommt man über eine ca. 30cm lange schmale Felskante. Will man auf den Felsen steigen hilft einem ein im Fels befestigtes Stahlseil. Das ist eine kleine Herausforderung und gerade ich mit meiner Höhenangst musste es mir zweimal überlegen, habe mich aber schließlich doch getraut. Ich muss schon zugeben, mir haben die Knie auf dem Felsen ganz schön geschlottert! Der Fels hängt direkt über dem Abgrund und hier sollte man auf keinen Fall abrutschen! Das fand ich dann doch ganz schön gruslig .. aber irgendwie war es auch wirklich aufregend 😀 Der perfekte Ort für Adrenalinjunkies!

Nachdem wir zurück gelaufen waren und schließlich am Parkplatz angekommen waren hätte ich mich sofort schlafen legen können 😀 Ich war ganz schön kaputt, aber glücklich. Die Wanderung hat wirklich Spaß gemacht, eben weil man auch ein wenig klettern musste und es nicht nur ein langweiliges geradeaus laufen war 😉 Aber 5 Stunden sollte man schon mal einplanen – mindestens! Denn ab und zu macht man ja auch Pause um die Aussicht zu genießen 🙂 .. Norwegen hat irgendwie auch mein Herz gewonnen .. die Natur ist wirklich wundervoll ..

3 Kommentare zu „Richtung Norden

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